Förderwettbewerb Abwärmenutzung mit Thermoelektrischen Generatoren in der industriellen Praxis

Wettbewerb gestartet

Gerade für das Industrieland NRW birgt eine Vernetzung von Wärmeerzeugung und Wärmenutzung großes Potenzial. In der Großindustrie (Stahlerzeugung, Aluminium- und Kunststoffverarbeitung, Keramik- und Papierherstellung u.a.) aber auch beim mittleren und Kleingewerbe fallen große Mengen an Wärme an, die bisher mit dem Kühl- oder Abwasser beziehungsweise durch die Abluft einfach an die Atmosphäre abgegeben werden.

Thermoelektrische Generatoren (TEG) sind in der Lage, Wärme ohne mechanische Bewegung direkt in elektrische Energie umzuwandeln. Das ist nicht nur effizient, sondern dient auch dem Klimaschutz.

In der Luft- und Raumfahrt wird diese Technologie seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. In anderen Industriezweigen sind TEG aber bislang nicht sehr verbreitet.

Förderung von vier Pilotanwendungen

Hier setzt der Förderwettbewerb "Fortschritt, der beim Menschen ankommt – Abwärmenutzung mit Thermoelektrischen Generatoren in der industriellen Praxis" an. Im Rahmen des Wettbewerbs sollen vier Pilotanwendungen unter Einsatz von TEG-Systemen (Prototypen) in Industrieanlagen eingebaut und damit die erfolgreiche Machbarkeit dieser Technologie demonstriert werden. Dabei sollen die geförderten Pilotanwendungen möglichst unterschiedliche Branchen abdecken. Kriterien sind insbesondere der Innovationsgrad, die Relevanz für den Industriestandort NRW, die Anwendungsbreite und die Umsetzbarkeit.

Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Hochschulen und sonstige Forschungseinrichtungen im Sinne des Unionsrahmens für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Die Antragsunterlagen finden Sie im Infokasten unten auf der Seite. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro zur Verfügung. Wettbewerbsbeiträge konnten bis zum 16. Mai 2016 beim NRW-Wissenschaftsministerium eingereicht werden.