Forschungsinfrastrukturen

Gesucht: Umsetzungsorientierte Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren

Die Landesregierung verfolgt mit ihrer Forschungsstrategie "Fortschritt NRW" die nachhaltige Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und die Steigerung der Innovationsfähigkeit der Unternehmen in NRW. Exzellente Forschungsinfrastrukturen sind hierfür eine wesentliche Voraussetzung. Mit dem Förderprogramm will die Landesregierung bestehende Forschungsinfrastrukturen und Forschungskapazitäten stärken und zur Gründung neuer Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren mit überregionaler strategischer Bedeutung beitragen.

Das Förderprogramm sieht bis einschließlich 2018 bis zu fünf Wettbewerbsrunden vor. In der ersten Förderrunde wurden fünfzig Beiträge eingereicht. Das Auswahlgremium hat davon 18 Projekte mit einem Finanzvolumen von 60 Millionen Euro zur Förderung empfohlen. Nun startet "Forschungsinfrastrukturen NRW" in die zweite Runde. Die Abgabefrist war der 31. März 2017. 

Für Personal sowie zur Anschaffung von Geräten, Anlagen und dafür erforderliche bauliche Maßnahmen stehen insgesamt bis zu 200 Millionen Euro zur Verfügung: Maximal 50 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die andere Hälfte wird mit Mitteln des Landes und Eigenmitteln des Antragstellers finanziert.

Gefördert werden insbesondere Einrichtungen und Forschungsvorhaben, die mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur nachhaltigen Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und zur Stärkung der Wirtschaft in den Leitmärkten beitragen.

Große gesellschaftliche Herausforderungen

Zu den gesellschaftlichen Herausforderungen zählen:

  • Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, Ressourceneffizienz und Rohstoffe,
  • Versorgung mit sicheren und gesunden Nahrungsmitteln,
  • sichere Energieversorgung,
  • intelligente und umweltfreundliche Mobilität,
  • Gesundheit und Life Sciences,
  • Sicherheit,
  • Teilhabe und sozialer Zusammenhalt im gesellschaftlichen und strukturellen Wandel.

Acht Leitmärkte

Die nordrhein-westfälische Innovationsstrategie konzentriert sich auf folgende acht Leitmärkte:

  • Anlagen- und Maschinenbau/Produktionstechnik,
  • Energie- und Umweltwirtschaft,
  • Gesundheit,
  • Informations- und Kommunikationswirtschaft,
  • Life Science,
  • Medien und Kreativwirtschaft,
  • Mobilität und Logistik,
  • Neue Werkstoffe

An dem Förderaufruf ist das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung  gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligt.

Der Wettbewerbsaufruf, die Förderrichtlinien sowie die obligatorisch zu verwendenden Antragsunterlagen sind unter www.ptj.de/forschungsinfrastrukturen und www.efre.nrw.de zu finden.