Forschungsförderung an Fachhochschulen

Die Förderprogramme im Überblick

Nordrhein-Westfalen setzt die langjährige Tradition der Förderung angewandter Forschung an den Fachhochschulen des Landes mit verschiedenen Programmen fort.

FH ZEIT FÜR FORSCHUNG

Durch das Förderprogramm FH ZEIT für FORSCHUNG soll die umsetzungsorientierte Fachhochschulforschung gestärkt werden. Forschungsstarke Professorinnen und Professoren sollen zeitlich befristet von ihren Lehrverpflichtungen entlastet werden, um ihre Forschung zu den großen gesellschaftlichen Themen intensivieren zu können. Im Fokus stehen dabei drängende und innovative Forschungsfragen, die sich den zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie zum Beispiel Klimaschutz, Energieversorgung oder demografischer Wandel, widmen. Die gesamte Fördersumme bis 2020 beträgt sechs Millionen Euro. Die Hochschulen können bis zum 22. September 2016 Anträge einreichen. mehr

FH BASIS

Im Rahmen des Förderprogramms FH BASIS stellt das Wissenschaftsministerium 2016 rund zwei Millionen Euro für die Anschaffung neuer Forschungsgeräte für neuberufene Professorinnen und Professoren bereit. Die zur Förderung ausgewählten Geräte sollen in Projekte eingebracht werden, die Fortschritte in zentralen Zukunftsfeldern versprechen. Das Themenspektrum reicht von Energieeffizienz über Industrie 4.0 bis hin zu Gesundheit. Die Antragsfrist für die aktuelle Förderrunde ist abgelaufen.

FH KOMPETENZ

Das erstmals ausgeschriebene Programm FH KOMPETENZ 2016 fördert Zusammenschlüsse von Forscherinnen und Forschern, die disziplinen- und fachbereichsübergreifend nach Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen suchen. Durch ihren wissenschaftlichen Hintergrund und ihre anwendungsorientierte Ausrichtung übernehmen die Fachhochschulen eine wichtige Vermittlungsfunktion zwischen Theorie und Praxis. Das Förderprogramm will diese Rolle der Fachhochschulen sowohl in nationalen als auch in internationalen Innovationsprozessen stärken. Das Land stellt dazu fast sieben Millionen Euro zur Verfügung. In der ersten Förderrunde des Wettbewerbs haben sich sieben Forscherteams von 33 eingereichten Anträgen aus 20 Hochschulen erfolgreich mit ihren Antragsideen behauptet. Jedes Projekt kann über fünf Jahre mit bis zu einer Million Euro gefördert werden. mehr

FH STRUKTUR

Das Förderprogramm FH STRUKTUR ist darauf ausgerichtet, der Forschung an Fachhochschulen Impulse zur Identifizierung neuer Forschungsansätze zu geben. In Forschungsschwerpunkten sollen Professorinnen und Professoren disziplinen- und fachbereichsübergreifend besonders zukunftsrelevante Fragestellungen angehen, die einen Beitrag zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen liefern. In den vorangegangenen zwei Ausschreibungsrunden wurden insgesamt 36 Forschungsschwerpunkte mit jeweils bis zu 240.000 Euro gefördert. In der aktuellen Ausschreibungsrunde haben sich zwölf Forscherteams erfolgreich mit ihren Antragsideen behauptet. Bis 2017 sind für das Förderprogramm insgesamt drei Millionen Euro eingeplant. mehr

NRW.Forschungskooperationen U & FH

Ziel dieses Förderwettbewerbs ist es, durch die Kooperation von Universitäten und Fachhochschulen das hochschultypenübergreifende Forschungspotenzial des Landes zu nutzen. Dabei werden gemeinsame Forschungsverbünde gefördert, die an vorhandene Forschungsstärken anknüpfen. Sie bieten besonders geeigneten Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit zur Promotion und eröffnen Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen die Chance auf eine akademische Karriere.

Im Rahmen des Förderwettbewerbs NRW.Forschungskooperationen U & FH haben sich sechs Projektteams aus NRW erfolgreich behauptet, darunter die Universitäten Aachen, Bielefeld, Bochum, Duisburg-Essen und die Fachhochschulen (in staatlicher Trägerschaft) Aachen, Bielefeld, Bochum, Köln, Düsseldorf und Münster. Für die Umsetzung stellt das Land im Zeitraum 2013 bis 2016 rund elf Millionen Euro bereit. Insgesamt reichten 24 Hochschulen – alle staatlichen Fachhochschulen sowie elf der 14 Universitäten – Anträge für die Forschungskooperationen zwischen Fachhochschulen und Universitäten in NRW ein.


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