Allianz Wirtschaft und Arbeit 4.0

Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft wollen den digitalen Spitzenstandort NRW ausbauen

Die Allianz "Wirtschaft und Arbeit 4.0" wurde im Frühjahr 2016 von Spitzenvertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft gemeinsam mit der Landesregierung gegründet. Erklärtes Ziel ist, dass Nordrhein-Westfalen bundesweit eine Vorreiterrolle beim Thema Digitalisierung einnimmt.

Veränderungen, die mit der Digitalisierung einhergehen, können nur gemeinsam bewältigt und gestaltet werden

Die Allianz versteht sich als Impulsgeberin für den digitalen Entwicklungs- und Innovationsprozess. Dabei sind Innovationen sowohl Produkt- wie auch Prozessinnovationen, sowohl technologische wie auch gesellschaftliche und soziale Innovationen. Gerade für eine erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierungsprojekten kommt es darauf an, diese Vielfalt zu nutzen und die verschiedenen Dimensionen von Innovation sinnvoll zu verzahnen. Die Allianz will konsequent die vorhandenen Kompetenzen in Wissenschaft und Wirtschaft vernetzen und nutzen, um die mit Wirtschaft und Arbeit 4.0 verbundenen Chancen für die Menschen zu gestalten.

Technologieentwicklung und Arbeitsgestaltung gleichermaßen in den Blick nehmen

Die Arbeit der Allianz ist als kontinuierlicher, mehrjähriger Prozess angelegt. Sie wird sich mit allen Fragen und Herausforderungen des Transformationsprozesses befassen und den Dialog der Unternehmen fördern. Mehr zum Selbstverständnis der Allianz in der Gemeinsamen Erklärung.

Erster Arbeitsschwerpunkt: Transfer 4.0

Um die Chancen der Digitalisierung zur nutzen, will die Allianz Innovationen und Transfer in NRW weiter stärken. Profitieren können davon alle – Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen. Die Forschung profitiert von Transfer, indem sie ihre Fragestellungen umso präziser ausrichtet, je besser sie Kenntnis nimmt von konkreten Bedarfen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Praxis. Die Wirtschaft profitiert von Transfer, indem sie digitale Innovationen erfolgreich in Form marktfähiger Produkte und Dienstleistungen realisieren kann. Als notwendiger Erfolgsfaktor werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass ihre Fachkräfte mit dem technologischen und sozialen Wandel Schritt halten und ihn aktiv gestalten. Und nicht zuletzt die Gesellschaft profitiert von Transfer durch konkrete Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit wie Energie, Mobilität, Gesundheit, Klimaschutz.

NRW kann hier auf einer guten Grundlage aufbauen, z. B. auf einer starken Hochschul- und Forschungslandschaft, einer vielfältigen Wirtschaftsstruktur mit einem starken Mittelstand, einer lebendigen Kultur der Sozialpartnerschaft sowie auf zahlreiche Netzwerk- und Clusterinitiativen.

Regionale Netzwerke sind ein starkes Fundament für erfolgreiche Transfer- und Innovationsprozesse

Die Allianzpartner haben zentrale Erfolgsfaktoren für den Transfer in einer digitalisierten Wirtschafts- und Arbeitswelt formuliert. Mehr dazu lesen Sie im Thesenpapier. Ganz konkret schlägt die Allianz vor:

  • Regionalisierte Transferprozesse unterstützen, in dem das Modell "it’s OWL" und weitere Regionalmodelle genauer analysiert werden, übertragbare Prozesse, Konzepte und Methoden sowie Erfolgs- und Misserfolgsmodelle identifiziert und Transparenz über mögliche Ansatzpunkte in den Regionen hergestellt werden.
  • Verzahnungsmöglichkeiten von Aktivitäten unterschiedlicher (Transfer-)dimensionen verbessern.
  • Transparenz über Transfer- und Unterstützungsmöglichkeiten für KMU durch das Kompetenznetzwerk herstellen.
  • Projekte zur Stärkung der (innerbetrieblichen) sozialpartnerschaftlichen Dialogkultur ausbauen.
  • Den Dialogprozess mit den Hochschulen zur Stärkung der Transferaktivitäten verstärken und Ansatzpunkte identifizieren, die für Praxispartner von Interesse sind.
  • Förderinstrumente und -ansätze im Sinne Ihrer Anschlussfähigkeit zu den vorgelegten Empfehlungen weiterentwickeln.
  • Neue Transferideen in Umsetzung bringen.

Allianz Wirtschaft und Arbeit 4.0: Die Handelnden

Im Board der Allianz sind diese Personen vertreten:

Minister Franz-Josef Lerch-Mense, Staatskanzlei
Ministerin Svenja Schulze, MIWF
Minister Garrelt Duin, MWEIMH
Minister Rainer Schmeltzer, MAIS

Andreas Meyer-Lauber, DGB-NRW
Knut Giesler, IG Metall NRW
Isabel Rothe, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Ralf Kersting, IHK-NRW
Arndt Günter Kirchhoff, unternehmer nrw
Hans Hund, WHKT

Prof. Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen, TU Dortmund und FGW
Prof. Dr. Gerhard Bosch, Institut für Arbeit und Qualifikation Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Sabina Jeschke, Institutscluster IMA/ZWL & IfU an der RWTH Aachen