Ministerin Schulze zeichnet billerbecks BAHNHOF als Ort des Fortschritts aus

Vorbild für soziale Innovation: Projekt schafft Win-Win-Situation

Das Bild zeigt die Plakette "Ort des Fortschritts", die billerbecks BAHNHOF verliehen bekam.
billerbecks BAHNHOF unterstützt Menschen in schwierigen Lebenslagen. Suchtkranke und psychisch Kranke können sich hier im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie beruflich qualifizieren und ihre Kompetenzen direkt vor Ort einbringen.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat billerbecks BAHNHOF als "Ort des Fortschritts" ausgezeichnet. "Am Beispiel von Billerbecks Bahnhof lernen wir, wie sich gesellschaftlicher Fortschritt gestalten lässt", sagte die Ministerin. "Das Projekt schafft neue Perspektiven für kranke Menschen – und zugleich einen Mehrwert für die Stadt. So entsteht eine ganz außergewöhnliche Win-Win-Situation, von der alle Beteiligten profitieren."

Mit billerbecks BAHNHOF will der Verein für Interkulturelle Begegnungsprojekte (IBP) in erster Linie Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen: Suchtkranke und psychisch Kranke können sich hier im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie beruflich qualifizieren und ihre Kompetenzen direkt vor Ort einbringen. Der IBP betreibt im Bahnhof unter anderem einen Fahrradverleih, einen Kiosk und ein Café. Außerdem werden Führungen durch das Naturschutzgebiet angeboten. Auf diese Weise fördert billerbecks BAHNHOF nicht nur soziale und berufliche Teilhabe, sondern auch Umweltschutz, Nahversorgung und Tourismus. Damit zeigt das Projekt, wie Theorien der systemischen Sozialarbeit in der Praxis erfolgreich angewandt werden können.

"Für uns ist dieses Projekt nach zehn Jahren ein wunderbarer Beweis dafür, dass wir mit Sozialer Arbeit in unserer Gesellschaft etwas bewerkstelligen können, was wir uns ansonsten gar nicht mehr leisten könnten", sagte IBP-Geschäftsführer Martin Althoff. "Entscheidend für den Erfolg ist das Zusammenspiel aller Akteure – Stadtverwaltung, Region und Betreute ziehen hier an einem Strang."

Als "Orte des Fortschritts" zeichnet das Wissenschaftsministerium Einrichtungen aus, denen es in hervorragender Weise gelingt, im Rahmen ihrer Projekte ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte zu berücksichtigen und Lösungsbeiträge zu gesellschaftlichen Herausforderungen zu liefern. Gewürdigt werden Projekte, die die Lebenswelt der Menschen spürbar verbessern. 121 Orte hatten sich um die Auszeichnung „Ort des Fortschritts 2013/2014“ beworben, 19 wurden ausgewählt. Die Auszeichnung ist Teil der landesweiten Forschungsstrategie "Fortschritt NRW".