Studiengang "infernum" an der FernUni Hagen ist neuer Ort des Fortschritts

Fachübergreifend lernen und arbeiten – Umweltschutz voranbringen

Das Bild zeigt Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Prof. Dr. Görge Deerberg (Studiengangsleiter seitens Fraunhofer UMSICHT) sowie Dr. Angela Oels (Studiengangsleiterin FernUni Hagen) bei der Auszeichnung.
Am 20. Oktober 2014 zeichnete Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (r.) den Studiengang "infernum" als Ort des Fortschritts aus. Prof. Dr. Görge Deerberg (Studiengangsleiter seitens Fraunhofer UMSICHT) sowie Dr. Angela Oels (Studiengangsleiterin FernUni Hagen) nahmen die Auszeichnung entgegen. (Foto: FernUni Hagen)

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat das "Interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften (infernum)" an der FernUni Hagen als "Ort des Fortschritts" ausgezeichnet. "Wenn wir Umwelt- und Klimaschutz nachhaltig voranbringen wollen, müssen wir fachübergreifend denken und handeln", sagte die Ministerin. "Genau da setzt infernum an: Berufstätige aus verschiedenen Branchen lernen hier, ganzheitliche Lösungen zum Wohl von Mensch und Natur zu entwickeln."

"infernum" ist ein gemeinsames Angebot der FernUniversität in Hagen und des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen. Studierende haben hier die Möglichkeit, sich neben Beruf und Familie weiterzubilden. Sie können ihr Lernprogramm individuell gestalten und verschiedene Abschlüsse machen – vom Umweltmanager bis hin zum Master of Science. Die Lehr- und Studieninhalte sind fachlich breit angelegt: Sie umfassen Module aus den Natur-, Ingenieur-, Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Das neu erworbene Fachwissen können die Studierenden in der Praxis direkt anwenden – ob sie Energiemanagementsysteme für Industrieunternehmen entwickeln, neue Methoden zum Nachweis von Umweltgiften etablieren oder Klimaschutzkonzepte für Kommunen konzipieren.

„Wir sehen uns darin bestätigt, dass infernum als interdisziplinärer und berufsbegleitender Studiengang richtig konzipiert ist. Studierende haben die Möglichkeit, ihr ganz individuelles Profil herauszubilden. Sie können ihr Vorwissen vertiefen und vor allem um Fachkenntnisse erweitern. Als Absolventinnen und Absolventen sind sie dadurch qualifiziert, mit ihrem Wissen und ihren Kompetenzen aktiv an der Gestaltung nachhaltiger Entwicklung mitzuarbeiten“, sagte Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Rektor der FernUniversität in Hagen.

Prof. Dr. Görge Deerberg, stellvertretender Institutsleiter von Fraunhofer UMSICHT und Wissenschaftlicher Leiter des Fernstudiengangs "infernum" bei Fraunhofer UMSICHT bedankte sich für die Auszeichnung: „Es macht immer Freude zu sehen, dass eine Idee angenommen wird und Früchte trägt. Im Jahr 2000 starteten 43 Studierende in dem berufsbegleitenden Fernstudiengang. Heute sind es bereits über 650 zugelassene Studentinnen und Studenten. Sehr gern unterstützen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Fraunhofer UMSICHT die fachliche Breite des Lehrangebots durch ihre Erfahrungen aus der Praxis und fördern die Interdisziplinarität. Denn nur so, also über Fachgrenzen hinweg, kann an den Schnittstellen gesellschaftlicher Aufgaben und Probleme gearbeitet werden.“

Als "Orte des Fortschritts" zeichnen Wissenschaftsministerium und Wirtschaftsministerium Einrichtungen aus, denen es in hervorragender Weise gelingt, im Rahmen ihrer Projekte ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte zu berücksichtigen und Lösungsbeiträge zu gesellschaftlichen Herausforderungen zu liefern. Gewürdigt werden Projekte, die die Lebenswelt der Menschen spürbar verbessern. 121 Orte hatten sich um die Auszeichnung „Ort des Fortschritts 2013/2014“ beworben, 19 wurden ausgewählt. Die Auszeichnung ist Teil der landesweiten Forschungsstrategie "Fortschritt NRW".