Wandel im ländlichen Raum: Gemeinde Dörentrup

Kleiner Ort, großes Vorbild

Das Bild zeigt Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und den Bürgermeister von Dörentrup bei der Übergabe der Plakette zur Auszeichung "Ort des Fortschritts".
Dörentrup im Kreis Lippe ist der 29. Ort des Fortschritts in NRW. Friedrich Ehlert, Bürgermeister der Gemeinde Dörentrup im Kreis Lippe, nimmt von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze die Plakette entgegen. (Foto: Gemeinde Dörentrup)

Dörentrup im Kreis Lippe ist am  20. Juni 2014 als  29. "Ort des Fortschritts" in NRW ausgezeichnet worden. Die Gemeinde zeigt auf hervorragende Weise, wie der ländliche Raum auf die globalen Herausforderungen wie Energiewende oder demografischer Wandel reagieren kann. Bereits seit 2006 wird hier mehr Energie ökologisch erzeugt als verbraucht. Ein Windpark, zwei Photovoltaik-Freilandanlagen sowie zwei mit Bürgerbeteiligung finanzierte Biogasanlagen bilden hierfür die Basis.

Überzeugend ist auch die Antwort der Gemeinde auf den demografischen Wandel: Ein Zentrum mit Mehrgenerationenhäusern, Ärztehaus, Diakoniestation sowie multifunktionalem Bürgerhaus und Mehrgenerationenpark schafft den Raum dafür, dass sich alle Generation begegnen und gleichermaßen am Leben in der Gemeinde teilhaben können. Zu nennen ist darüber hinaus das Projekt "Dorf der Tiere". Es schlägt für Jung und Alt eine anschauliche Brücke zwischen Umweltbildung, Tourismus und Landschaftspflege.

"Dörentrup zeigt anschaulich, wie durch geschicktes Zusammenfügen von Eigeninitiative, Fördermitteln und bürgerschaftlichem Engagement Projekte zur Energieeinsparung, zur Pflege der Kulturlandschaft und zum sozialen Miteinander umgesetzt werden können. Die Gemeinde füllt die Prinzipien der Forschungsstrategie des Landes, Fortschritt NRW, mit Leben", begründete Wissenschaftsministerin Schulze die Aufnahme Dörentrups ins Netzwerk der "Orte des Fortschritts".

Als solche zeichnen das Wissenschaftsministerium und das Wirtschaftsministerium Einrichtungen aus, denen es in hervorragender Weise gelingt, im Rahmen ihrer Projekte ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte zu berücksichtigen und Lösungsbeiträge zu gesellschaftlichen Herausforderungen zu liefern.