Ausbau der Fachhochschullandschaft

Die nordrhein-westfälische Landesregierung schafft in den kommenden Jahren 11.000 neue Studienplätze an Fachhochschulen. Hierzu hat das Land vier neue Fachhochschulen gegründet und baut acht bestehende Fachhochschulen – zum Teil an neuen Standorten – aus. Bis 2020 werden zur Finanzierung zusätzliche Landesmittel in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro bereit gestellt.

Mehr Platz an Fachhochschulen

Zum 1. Mai 2009 wurden die Hochschule Hamm-Lippstadt (Hamm/Lippstadt), die Hochschule Rhein-Waal (Kleve/Kamp-Lintfort) sowie die Hochschule Ruhr West (Mülheim/Bottrop) gegründet; an den neuen Fachhochschulen entstehen jeweils 2.500 Studienplätze. Im Mai 2009 hat das Kabinett zudem beschlossen, den Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen, dessen zentrales Element die bundesweit erste Hochschule für Gesundheitsberufe sein soll, in Bochum anzusiedeln. Die Hochschule für Gesundheit in Bochum wurde zum 01. November 2009 gegründet; hier entstehen weitere 1.000 neue Studienplätze.

2.500 zusätzliche neue Studienplätze werden an acht bereits bestehenden Standorten geschaffen: Aachen (500), Bielefeld am Standort Minden (500) und Münster (200). Die Fachhochschule Bochum gründete eine neue Abteilung in Velbert/ Heiligenhaus (300), die Fachhochschule Köln in Leverkusen (500). Neue Studienangebote entstehen außerdem in Ahaus (Westfälische Hochschule, ehemals FH Gelsenkirchen, 40), Ahlen/ Beckum/ Oelde (FH Münster, 110), Lüdenscheid (FH Südwestfalen, 250) und Warburg (Hochschule Ostwestfalen-Lippe, 100).

Ausbau der MINT-Fächer

Die neuen Studienplätze wurden und werden hauptsächlich in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) geschaffen. Ein entscheidendes Kriterium für die Standort-Auswahl war neben dem Bedarf nach Studienplätzen in den Regionen die Zusage der Wirtschaft, sich für duale Studiengänge zu engagieren. Da das Studium dabei mit einer Berufsausbildung kombiniert wird, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen notwendig. Dieses Angebot soll die Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung verbessern. Der Ausbau der Fachhochschulen ist Teil des Gesamtkonzepts der Landesregierung zur Weiterentwicklung der nordrhein-westfälischen Hochschullandschaft bis 2020.