Die neue Gleichstellungsquote in der Wissenschaft

Chancengerechtigkeit im Berufungsverfahren

Das Bild verdeutlicht den Prozess, in dem die Gremien der Hochschulen die jeweils gültige Gleichstellungsquote berechnen.
Die neue Gleichstellungsquote soll die Chancengerechtigkeit von Männern und Frauen bei Berufungsverfahren verbessern. Im folgenden finden Sie Informationen dazu, wie die Gleichstellungsquote in den Fächergruppen umgesetzt wird.

Der Gesetzgeber hat mit dem Hochschulzukunftsgesetz zum 1. Oktober 2014 ein neues Instrument zur Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern eingeführt: die Gleichstellungsquote bei der Berufung von Professorinnen und Professoren (§ 37a HG). Die Regelung soll die Gendersensibilität bei Berufungsentscheidungen steigern und zu einer Erhöhung der Anzahl von Professorinnen beitragen.

Bei der Gleichstellungsquote handelt es sich um das Prinzip der fächergruppenbezogenen Zielquote nach dem Kaskadenmodell. Das bedeutet, die Höhe der festzulegenden Gleichstellungsquote bestimmt sich nach dem Anteil der Frauen, die abstrakt die Qualifikationsvoraussetzungen für eine Professur in der Fächergruppe erfüllen. Eine hochschulweite Gleichstellungsquote ist nicht vorgesehen.

Nach einem hochschulinternen Dialogprozess werden die Gleichstellungsquoten im Einvernehmen mit den Dekaninnen und Dekanen von den Rektoraten in der Regel für drei Jahre festgesetzt. Bei der Festsetzung der Gleichstellungsquoten ist die Gleichstellungsbeauftragte zu beteiligen.

Neues Onlinetool hilft bei Berechnung

Die Koordinationsstelle des Netzwerkes Frauen- und Geschlechterforschung NRW hat mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums ein Statistiktool als Orientierungshilfe zur Festlegung der Gleichstellungsquote entwickelt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.