Gender-Kongress 2014

Hochschulentwicklungen, Gleichstellungspraktiken, Wissenschaftskarrieren – Potenziale & Perspektiven

Drei junge Frauen und zwei junge Männer schauen in Richtung einer Tafel, während eine der Frauen etwas darauf schreibt.
Gleichstellung an den NRW-Hochschulen: Während bei den Studierenden die Geschlechterparität nahezu erreicht ist, sind nur etwa 20 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt. (Bild: © BartekSzewczyk/Fotolia)

Auf allen Qualifikationsstufen des Hochschul- und Wissenschaftsbe­reichs sind seit 2010 mehr Frauen als vorher beschäftigt. Eine ge­schlechtergerechte Hochschullandschaft gibt es aber immer noch nicht. Das ist eines der Ergebnisse des im Januar erschienenen Gender-Reports 2013. So ist zwar bei den Studierenden die Geschlechterparität mittlerweile nahezu erreicht. Demgegenüber sind jedoch gerade einmal 20 Prozent aller Professuren mit einer Frau besetzt.

Über das Thema Gleichstellung an den Hochschulen wurde auch beim diesjährigen Gender-Kongress diskutiert, der am 7. März auf der Zeche Zollverein in Essen stattfand. Durch Fachvorträge und in inhaltlich variierenden Zukunftsgesprächen sollten sich die Teilnehmenden über Hochschulentwicklungen, Gleichstellungspraktiken und Wissenschaftskarrieren austauschen sowie Strategien zur Gleichstellung von Frau und Mann sowie zur Chancengerechtigkeit in den drei Bereichen entwickeln.

Vier Werkstätten widmeten sich zentralen Fragen

Der Gender-Kongress 2014 des NRW-Wissenschaftsministeriums richtete sich an Hochschulleitungen, Gleichstellungsbeauftragte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter der Politik. In vier Werkstätten wurden zentrale Forschungsergebnisse sowie Handlungsansätze und (hochschul-)politische Interventionen gemeinsam beraten:

  1. Wissenschaftskarrieren - der Weg zur Professur
  2. Gleichstellungsstrukturen - neue Kooperationen oder Konkurrenzen?
  3. Geschlechtergerechte Führung - Ungleichheiten auf Hochschulleitungsebene überwinden
  4. Geschlechtersegregation in den Fächergruppen - fachkultureller Handlungsbedarf

Tagungsbericht ab sofort verfügbar 

Alle Keynotes, Protokolle aus den Workshops sowie die Schlussfolgerungen aus den Diskussionen finden Sie ab sofort in der Tagungsdokumentation zum Gender-Kongress 2014. Er steht auf dieser Seite zum Download bereit. Eine Printversion können Sie unter info@netzwerk-fgf.nrw.de bestellen.

Interview-Reihe mit Wissenschaftlerinnen aus NRW

Anlässlich des Gender-Kongresses 2014 und des Internationalen Frauentages der Vereinten Nationen am 8. März hat das Wissenschaftsministerium eine Reihe von Interviews mit Wissenschaftlerinnen aus NRW geführt, in denen diese über ihre wissenschaftliche Arbeit sowie ihre Rolle als Frau im Wissenschaftsbetrieb sprechen. Darüber hinaus haben wir natürlich auch Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gebeten, unsere Fragen zu beantworten. Sie finden die gesammelten Interviews im Kasten rechts.