MIWF verlängert Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen

Das Bild zeigt eine Wissenschaftlerin vor einer Tafel mit mathematischen Berechnungen.
2015 stehen noch einmal rund 1,5 Millionen Euro für die 23 Wissenschaftlerinnen zur Verfügung, deren Stellen über das Landesprogramm finanziert werden. Ab 2016 ist dann eine neue Generation von Nachwuchswissenschaftlerinnen dran. (Foto: diego cervo/fotolia.com)

Das Wissenschaftsministerium in NRW verlängert das "Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen". Damit stehen auch 2015 rund 1,5 Millionen Euro für die Nachwuchsförderung zur Verfügung. Das teilte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze den 23 Wissenschaftlerinnen mit, deren Stellen über das Landesprogramm finanziert werden. Ab 2016 soll zudem eine nächste Generation von Nachwuchswissenschaftlerinnen gefördert werden.

"Unsere Hochschul- und Wissenschaftslandschaft braucht Frauen wie Sie. Laut Gender-Report 2013 sind nur 20 Prozent aller Professuren mit Frauen besetzt. Diese Zahlen müssen sich deutlich nach oben verändern", sagte die Ministerin zum Auftakt der Coachingseminare, die den Wissenschaftlerinnen den Weg zum eigenen Lehrstuhl erleichtern sollen.

Das Landesprogramm hat drei Stränge: Zum einen fördert das Wissenschaftsministerium 23 Juniorprofessorinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen an 17 NRW-Hochschulen. Neben den Fördermitteln für ihre Stellen bietet das Programm auch eine enge Begleitung durch Coaching für das Berufungsverfahren und Unterstützung beim Netzwerken. Darüber hinaus stellt das Programm Mittel für die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten und die wissenschaftliche Genderforschung zur Verfügung.

Über das Landesprogramm hinaus unterstützt seit dem Wintersemester 2014/2015 die neue Gleichstellungsquote im Berufungsverfahren Frauenkarrieren in der Wissenschaft. Dabei handelt es sich um das Prinzip der fächergruppenbezogenen Zielquote nach dem Kaskadenmodell. Das bedeutet: Die Höhe der festzulegenden Gleichstellungsquote bestimmt sich nach dem Anteil der Frauen, die abstrakt die Qualifikationsvoraussetzungen für eine Professur in der Fächergruppe erfüllen.