Schwerpunktprofessuren
Das Land Nordrhein-Westfalen investiert 24 Millionen Euro in die Einrichtung von sieben medizinischen Schwerpunktprofessuren. Damit sollen besonders gute und wichtige Forschungsbereiche ausgebaut werden. Jeweils zwei Schwerpunktprofessuren werden an den Universitäten in Bonn, Köln und Münster eingerichtet, eine weitere in Aachen. Mit der Besetzung der Schwerpunktprofessuren erhalten die Universitäten Mittel für die Professur und deren Ausstattung. Dafür müssen sie eine Professur aus einem Nicht-Schwerpunktbereich umwidmen.
Ausgewählt wurden die Hochschulen, die Schwerpunktprofessuren erhalten sollen, von einer Expertenjury unter Leitung von Prof. Dr. Johannes Dichgans aus Tübingen. Er war auch Vorsitzender der Expertenkommission Hochschulmedizin, die Ende 2006 die Forschung der Medizinischen Fakultäten in Nordrhein-Westfalen analysiert und bewertet hat.
Standorte und Forschungsbereiche der Schwerpunktprofessuren:
1. RWTH Aachen
Bildgeführte interventionelle TherapieIm Zentrum der Schwerpunktprofessur steht die Weiterentwicklung bildgebender Verfahren, die noch genauere und effektivere minimalinvasive Eingriffe im Körper ermöglichen.
2. Universität Bonn
Genomics Bioinformatics and Mathematics
Der genetische Schwerpunkt in Bonn wird mit der neuen Schwerpunktprofessur das komplexe Zusammenwirken zwischen Genen und Umwelt rechnerisch erfassbar machen.
Regulation von Immunfunktionen durch nicht kodierende RNA
Erforscht wird die Rolle von bisher als "stumm" geltenden Anteilen von Erbinformationen für die Immunabwehr.
3. Universität zu Köln
Translational Genomics
Forschungsgegenstand sind genetische Veränderungen bei bösartigen Erkrankungen des Immunsystems sowie die Entwicklung von Vorhersagemöglichkeiten für Krankheitsverlauf und Behandlung.
Molekulare Grundlagen metabolischer Erkrankungen und des Alterungsprozesses
Die Schwerpunktprofessur stärkt die Kölner Forschungen auf dem Gebiet der molekularen Analyse von Stoffwechselstörungen und ihrer Folgen für Krankheit und Alter.
4. Universität Münster
Molekulare Grundlagen entzündlicher Ereignisse bei neuro-degenerativen Erkrankungen
Forschungsschwerpunkt ist die Rolle von Entzündungsprozessen für die Entstehung von neurodegenerativen Krankheiten wie beispielsweise Alzheimer.
Molekulargenetik myokardialer Erkrankungen
Die Schwerpunktprofessur ist ausgerichtet auf die Erforschung der Bedeutung und der klinischen Konsequenzen von im Erbgut angelegten Herzmuskelerkrankungen.


