Ministerin Schulze besucht die Hochschule Niederrhein

Im Fokus: Das erfolgreiche Tutorenprogramm

Das Bild zeigt Wissenschaftsministerin Svenja Schulze mit dem Präsidium der Hochschule Niederrhein: Prof. Dr. Saskia Drösler, Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Kurt Kühr, Prof. Dr. Berthold Stegemerten, Prof. Dr. Dr. Alexander Prange
Auf Hochschultour auf Campus Mönchengladbach: Ministerin Schulze mit dem Präsidium der Hochschule Niederrhein (v.l.), Prof. Dr. Saskia Drösler, Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Kurt Kühr, Prof. Dr. Berthold Stegemerten, Prof. Dr. Dr. Alexander Prange. (Foto: Hochschule Niederrhein)

Soziale Beziehungen, Motivation und Lernerfolg: Das gehört an der Hochschule Niederrhein eng zusammen. Seit elf Jahren können sich Studierende höherer Semester hier zu Tutorinnen und Tutoren qualifizieren lassen, die anschließend ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen zur Seite stehen. Mit Zweifeln, Ängsten oder fachlichen Lücken soll auf dem Campus niemand allein bleiben. "Tutorien sind eine wichtige Unterstützung, damit ungewohnte Lernformen oder Probleme bei der sozialen Integration nicht dazu führen, dass Talente ihr Studium vorschnell abbrechen", sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Passend zum Semesterstart an den Fachhochschulen in NRW besuchte die Ministerin die Hochschule am 15. September im Rahmen ihrer Hochschultour 2014 "Erfolgreich studieren". Mit einem Rollenspiel stellten die Studierenden der Ministerin das Tutorenprogramm vor. Dabei zeichneten sich zwei Gründe für den Erfolg des Programmes ab.

Zwei Erfolgsfaktoren:

Erstens: An der Hochschule Niederrhein gibt es nicht ein Tutorium für alle Studierenden – sondern individuelle Angebote für unterschiedliche Zielgruppen. Erstsemester lernen in einer Einführungswoche den Campus kennen, finden heraus, welcher Lerntyp sie sind und besuchen Brückenkurse. Ausländische Studierende bekommen Hilfe bei der Orientierung, Eingewöhnung und bei Sprachschwierigkeiten. Repetitorien bereiten Studierende, die vor einer Wiederholungsprüfung stehen, in kleinen Lerngruppen auf den Stoff vor. Dabei experimentiert die Hochschule auch mit ungewöhnlichen Lernformen – beispielsweise Online-Tutorien.

Zweitens: Alle Angebote werden von Studierenden geleitet. Sie können sich besonders gut in die Bedürfnisse ihrer Kommilitonen hineinversetzen. Außerdem sind sie fachlich bestens auf ihre Rolle vorbereitet. In einem Qualifizierungsprogramm der Hochschule besuchen sie Seminare zu Gruppenprozessen, Präsentationstechniken und didaktischen Grundlagen. Vom Tutorenprogramm profitieren also auch die Tutorinnen und Tutoren selbst. Sie erwerben Schlüsselkompetenzen, die ihnen anschließend beim Berufseinstieg helfen.

Aber auch für die Hochschule ist das Tutorenprogramm ein Erfolg. Unter Fachleuten gilt das Programm als Best Practice.  Der Bund unterstützt das Programm zudem mit Fördermitteln aus dem "Qualitätspakt Lehre". Ministerin Schulze: "Das Tutorenprogramm scheint mir sowohl für die Hochschule als auch für die Studierenden und die Tutoren eine echte Win-Win-Win-Situation zu sein."