Ministerin Schulze setzt Hochschultour 2014 fort: Wie die Ruhr-Uni Bochum Studierende in Notlagen unterstützt

Das Bild zeigt Studierende in einem Hörsaal der Ruhr-Universität Bochum.
Vom ersten bis zum letzten Semester: Die Ruhr-Universität Bochum unterstützt Studierende, die mit dem Gedanken spielen, ihr Studium abzubrechen. Über die Angebote von Coaching bis sozialer Beratung informierte sich nun Wissenschaftsministerin Svenja Schulze auf ihrer diesjährigen Hochschultour zum Thema "Erfolgreich studieren". (Foto: Ruhr-Universität Bochum)

Falsches Fach, finanzielle Engpässe oder Heimweh: Viele Umstände können zu einem Studienabbruch führen. An der Ruhr-Universität Bochum sind Studierende mit ihren Zweifeln aber nicht allein. Die Universität hat ein enges Netz aus Beratung und Betreuung geknüpft. Es soll junge Menschen aus der Krise zum erfolgreichen Abschluss führen – oder aber eine passende Alternative aufzeigen.

2050: Nur jeder sechste Mensch in NRW ist jünger als 20 Jahre

Über diese Angebote informierte sich Wissenschaftsministerin Svenja Schulze nun im Rahmen ihrer  Hochschultour "Erfolgreich studieren". Sie sagte: "Im Jahr 2050 werden nur noch knapp 15 Prozent der Menschen in NRW unter 20 Jahre alt sein. Wenn wir uns nicht darum kümmern, welche Erwartungen Studierenden haben, warum sie in eine Krise geraten und letztlich ihr Studium abbrechen, wird in den Hörsälen bald alles andere als Platzmangel herrschen, zum Schaden für die Gesellschaft."

Die Ruhr-Universität Bochum unterstützt Studierende vom ersten bis zum letzten Semester. Die Zentrale Studienberatung klärt über die Anforderungen im Studienfach auf – und hilft im Zweifelsfall dabei, eine passende Alternative zu finden. Coachings unterstützen dabei, den eigenen Lernrhythmus zu finden, das Zeitmanagement zu verbessern und auch in Stressphasen ruhig zu bleiben. Der Career Service bringt die Praxis ins Spiel: Er verknüpft Studieninhalte mit Berufsfeldern. Das hilft, sich auch für schwierige oder weniger spannende Lehrveranstaltungen zu motivieren.

Angebote von Praxis-Tipps bis psychologischer Beratung

Haben sich finanzielle oder psychische Krisen bereits verfestigt, helfen die Beschäftigten der Psychologischen und der  Sozialberatung. Sie hören zu, klären über Hilfsangebote auf und vermitteln die nötigen Kontakte. Ganz an Ende des Studiums, wenn die Abschlussprüfung naht, können sich Studierende für das Endspurt-Coaching anmelden. Erfahrene Beraterinnen und Berater unterstützen bei Prüfungsordnung und Anmeldung ebenso wie bei Blockaden, die letzte Hürde anzugehen und den erfolgreichen Abschluss zu wagen.

Nach ihrem Besuch lobte Ministerin Schulze das engmaschige Angebot der Ruhr-Universität Bochum. "Was hier in Bochum getan wird, ist vorbildlich. Statt den demografischen Wandel zu verfluchen, kämpft die Ruhr-Universität um jedes Talent."