Studienerfolg im Fokus

80-Millionen-Sonderprogramm

Grafik Erfolgreich Studieren groß

Das Land investiert mit einem Sonderprogramm 80 Millionen Euro in Bildungsprojekte für ein erfolgreiches Studium. Mit dem Geld aus dem Hochschulpakt III (2016-2020) werden bestehende erfolgreiche Initiativen weiter gefördert und neue angestoßen. Die Studienbedingungen sollen verbessert werden, um Studierende besonders bei den sensiblen Übergangsphasen im Studienverlauf zu fördern.

  • 34 Millionen Euro für mehr Bildungsgerechtigkeit: Das Land investiert in die Förderung junger Menschen jeder sozialen Herkunft. Ein Fokus liegt dabei auf dem Talentscouting-Programm, das nun ausgeweitet wurde. Neben der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen beteiligen sich sechs Hochschulen im Ruhrgebiet bei der Förderung von Jugendlichen aus Nichtakademiker- und Zuwandererfamilien. Ab 2017 fördert das Wissenschaftsministerium zudem sieben weitere Hochschulprojekte in ganz NRW, so dass dann insgesamt über 50 Talentscouts an den Hochschulen im Land beschäftigt sein werden. Die Koordination und Hilfe beim Aufbau entsprechender Strukturen bietet das nordrhein-westfälische Zentrum für Talentförderung, das an die Westfälische Hochschule am Standort Gelsenkirchen angedockt ist.
  • 18 Millionen für verbesserte Unterstützung bei der Studienwahl: Mit dem bundesweit einzigartigen Onlineangebot "Studifinder" werden Studieninteressierte in allen Phasen der Studienorientierung unterstützt. Die Verknüpfung von Orientierungstests, Wissenstests für konkrete Studiengänge und passenden E-Learning-Angeboten bietet eine umfassende Ergänzung zu bestehenden Beratungsangeboten.
    Gefördert wird auch das Programm "Kein Abschluss ohne Anschluss" zum Übergang von der Schule in den Beruf.
  • 17 Millionen für mehr Studierende in MINT-Fächern: Um Schülerinnen und Schüler für MINT-Berufe und -Studienfächer zu interessieren, werden zdi-Zentren und -Schülerlabore unterstützt. So sollen mehr junge Menschen für Berufe in Wissenschaft und Technik gewonnen werden.
  • 6 Millionen Euro für gute Lehre: Das Land unterstützt Eingangs- und Orientierungsangebote an Hochschulen, die der wachsenden Vielfalt der Studierenden Rechnung tragen, gezielt Unterschiede auffangen und ein erfolgreiches Studium ermöglichen. Um allgemeine Bildungsstandards in den Bereichen Studienstart und Lehre zu etablieren, wurden gemeinsam mit den Hochschulen Konzepte erarbeitet.
  • 5 Millionen Euro für neue Perspektiven für Studierende: Das Ministerium wird die Rahmenbedingungen für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Kammern, Arbeitsagenturen und Unternehmen verbessern, damit Studierenden ohne Abschluss alternative Qualifizierungswege in den Arbeitsmarkt ermöglicht werden.

Prämienmodell für Hochschulen

NRW führt als erstes Bundesland im Hochschulpakt ein Prämienmodell ein, das stark auf den Studienerfolg ausgerichtet ist. Die Gelder aus dem Hochschulpakt III (2016 bis 2023) werden zu einem großen Anteil erfolgsbezogen an die Hochschulen ausbezahlt. So erhalten die Hochschulen eine Prämie von 18.000 Euro für jeden Studienanfänger und jede Studienanfängerin und weitere 4.000 Euro, wenn die Studierenden ihr Erststudium abschließen.