Rückkehr nach NRW: Land fördert exzellenten Forschungsnachwuchs mit 3,75 Millionen Euro

Drei junge Spitzenwissenschaftler aus Österreich, Dänemark und den USA forschen künftig in NRW

31.05.17

Das NRW-Wissenschaftsministerium holt drei herausragende Forschertalente aus dem Ausland zurück: Sie erhalten jeweils bis zu 1,25 Millionen Euro über fünf Jahre, um an einer Universität in Nordrhein-Westfalen eine eigene Forschergruppe aufzubauen. Die drei Nachwuchsforscherinnen und -forscher haben sich in der aktuellen Ausschreibungsrunde des NRW-Rückkehrprogramms durchgesetzt. Mit dem deutschlandweit einzigartigen Programm hat das Land inzwischen 29 hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler für Forschung in NRW gewonnen.

"Viele herausragende Talente haben in Deutschland ihr Studium absolviert – und ihr wissenschaftliches Profil bei Forschungstätigkeiten im Ausland geschärft", sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. "Diesen international erfahrenen Forschungsnachwuchs brauchen wir, um in Bereichen wie Klimawandel, Medizin oder Integration voranzukommen. Ich freue mich sehr, dass nun drei weitere erstklassig qualifizierte Talente ihre Forschungsarbeiten an Universitäten in NRW fortsetzen werden."

Die aktuelle Ausschreibung richtete sich an Nachwuchsforscher aller Fachbereiche, die mit ihren herausragenden Ideen zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen können. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung: Promotion, Forschungstätigkeit im Ausland und ein herausragendes wissenschaftliches Profil.

Eine Expertenjury traf die Entscheidung nach einem zweitägigen Auswahlsymposium in Düsseldorf. Die drei ausgewählten Rückkehrerinnen und Rückkehrer können ihre Forschungstätigkeit im Laufe des Jahres 2017 an einer nordrhein-westfälischen Universität ihrer Wahl aufnehmen:

Dr. Eva Kiermaier
Eva Kiermaier war zuvor als PostDoc am Institute of Science and Technology Austria in der Nähe von Wien tätig. Sie hat hier zur Migration von Immunzellen geforscht. In ihrem zukünftigen Forschungsvorhaben wird sie intrazelluläre Strukturen und deren Rolle in der Immunantwort untersuchen. Dabei geht es auch um die Frage, wie Immunzellen ihre Zellteilung kontrollieren. Darauf aufbauend sollen neue Ansätze für mögliche Krebstherapien entwickelt werden.

Prof. Dr. Paul Marx
Paul Marx arbeitete bislang an der Süddänischen Universität in Odense. Dort hat er die politischen Ursachen und Folgen von Arbeitsmarktwandel untersucht. In seiner zukünftigen Forschung wird er sich mit der politischen Integration von Menschen mit sozioökonomischen Problemen beschäftigen. Das Ziel ist, besser zu verstehen, wie Armut, Arbeitslosigkeit und Unsicherheit zu politischer Apathie oder Radikalisierung beitragen.

Dr. Alexander Probst
Alexander Probst war bisher als PostDoc an der University of California, Berkeley, in den USA tätig. Dort untersuchte er die dunkle CO2-Fixierung durch Mikroorganismen in der Tiefenbiosphäre. In seiner Forschergruppe geht es künftig darum, das Ökosystem des Untergrundes als Ganzes zu entschlüsseln. Im Zentrum steht der Transfer von Kohlenstoffverbindungen zwischen Mikroorganismen, die zu symbiotischen Vereinigungen der Lebewesen führen. Der Ansatz zielt darauf ab, den globalen Kohlenstoffkreislauf und damit den Klimawandel besser zu verstehen.

Das NRW-Rückkehrprogramm wurde 2007 vom Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Mehr Informationen unter: www.rueckkehrprogramm.nrw.de