Zusammenarbeit von Hochschulen und Industrie: Projekte bestätigen enorme Potenziale von Graphen

Ministerin Schulze lobt Erfolge von drei Forschungskooperationen

27.09.16

Das aus reinem Kohlenstoff bestehende Material Graphen hat durch seine einzigartige Kombination von Eigenschaften wie Leitungsfähigkeit, Flexibilität oder Belastbarkeit das Potential zu großen technologischen Fortschritten. Mit dem Förderwettbewerb "Orientierungsprojekte für Anwendungsmöglichkeiten von Graphen und 2D-Materialien" zielte die Landesregierung im Jahr 2015 darauf ab, dieses Potential zu prüfen.

Die drei geförderten Projekte als Kooperationen zwischen Hochschule und einem Partner aus der Industrie hat das Land jeweils mit bis zu 50.000 Euro finanziert, mindestens 20 Prozent steuerten die Projektpartner bei. Nun wurden die drei Projekte mit großem Erfolg beendet.

"Im Verhältnis zum Graphene Flagship Project der Europäischen Union, die eine Milliarde Euro investiert, hat auch unsere Mikro-Förderung beachtliche Resultate vorzuzeigen. Zielgenaue Fragestellungen und die Zusammenarbeit mit der Industrie haben sich als effektiv erwiesen", sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

So hat das Projekt "Frequenzverhalten photonischer Mixer aus Graphen und 2D-Materialien" an der Universität Siegen (Prof. Dr. Max Lemme) in Zusammenarbeit mit der PMD Technologies GmbH gezeigt, dass sich Graphen für neuartige Sensoren eignet. Damit könnten beispielsweise Unfallvermeidungssysteme künftig für noch mehr Sicherheit sorgen.

Die Universität Bielefeld (Prof. Dr. Armin Gölzhäuser) ist im Projekt "Energieeffiziente Herstellung von Kohlenstoff-Nanomembranen" gemeinsam mit CNM Technologies GmbH dem Ziel näher gekommen, skalierbare Membranen aus Kohlenstoff mit gleichbleibenden Eigenschaften zu produzieren. Solche Membranen könnten zum Beispiel für eine effiziente Energiespeicherung eingesetzt werden.

Dass Graphen für korrosionsbeständige Beschichtungen geeignet ist, hat das Projekt "C-nanoGen (Steckverbinder mit nicht-metallischen Signalleitern aus Kohlenstoff)" an der Universität zu Köln (Prof. Dr. Sanjay Mathur) zusammen mit WBT-Industrie GmbH nachgewiesen.