Jobben

Eine wichtige Einnahmequelle

Das Bild zeigt eine junge Studentin, die Getränke mit einem Tablett trägt.
Zwei von drei Studierenden finanzieren sich ihr Studium zumindest teilweise mit einem Nebenjob. Dabei gibt es einige Regeln zu beachten. (Foto: Contrastwerkstatt/Fotolia.com)

Nach der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes finanzieren 67 Prozent der Studierenden ihr Studium selber: abends als Bedienung in der Studentenkneipe um die Ecke, als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl oder als Aushilfe am Empfang einer Firma. Wer neben dem Studium arbeitet, muss allerdings einiges beachten:

  • Wer nur nebenbei jobbt und sich weiter überwiegend dem Studium widmet, muss in der Regel keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlen. Grundsätzlich gilt: Während der Vorlesungszeit darf der Nebenjob nicht mehr als 20 Stunden pro Woche betragen. Ausnahme: Die Arbeit findet überwiegend in den Abend- und Nachtstunden oder am Wochenende statt. Auch in der vorlesungsfreien Zeit gilt die 20-Stunden-Grenze nicht. Trotzdem dürfen Sie, aufs Jahr gerechnet, nicht mehr als 26 Wochen lang mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten.
  • Seit Anfang 2013 besteht auch für Studierende, die nebenbei jobben, Rentenversicherungspflicht. Dies gilt auch für so genannte Minijobs, also geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, in denen der Studierende nicht mehr als 450 Euro im Monat verdient. Die Rentenversicherungsbeiträge sind in diesem Fall (wie auch im Fall eines "Midijobs" mit einem Verdienst zwischen 450,01 und 850 Euro) jedoch geringer als jene für "normale" Arbeitnehmer. Damit erhöht sich der Nettoverdienst. Auf schriftlichen Antrag beim Arbeitgeber können sich Studierende von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Jedoch sollte man bedenken, dass die Beschäftigungszeit dann nicht mehr als vollwertige Pflichtbeitragszeit in der Rentenversicherung gilt.
  • Studierende, die mehr als 450 Euro pro Monat verdienen, müssen auch Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlen. Bei einem Gehalt bis zu 850 Euro fällt die Beitragslast jedoch auch hier geringer aus als für "normale" Arbeitnehmer.

Weitere Informationen bieten:

  • Die Bundesagentur für Arbeit vermittelt unter anderem Studentenjobs und Praktika – auch im Ausland. Näheres erfahren Interessierte bei der lokalen Arbeitsagentur am Studienort.
  • Das Studierendenwerk gibt hilfreiche Informationen rund ums Jobben neben dem Studium und zu den Regelungen für Steuern, Sozial- und Rentenversicherung.
  • Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Stelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahrens für geringfügig Beschäftigte. Sie bietet vor allem Informationen zu Verdienstgrenzen und Arbeitsrecht.

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