Abi 2013

Kein Engpass an NRW-Hochschulen

Studierende im Hörsaal der Universität Paderborn. Copyright: Uni Paderborn

Die Hochschulen in NRW haben sich 2013 einer besonderen Herausforderung gestellt: dem doppelten Abiturjahrgang.  Im Wintersemester 2013/14 ist die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger um rund 7.900 auf mehr als 109.000 Personen gestiegen. Diese ersten vorläufigen Zahlen teilte das statistische Landesamt IT.NRW Mitte November 2013 mit.

Um auch diesen Studienanfängerinnen und -anfängern ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen und Engpässe zu vermeiden, hatte das NRW-Wissenschaftsministerium mit den Hochschulen zusätzliche Aufnahmekapazitäten vereinbart. "Die Hochschulen haben so viele neue zusätzliche Studienanfängerplätze geschaffen, dass kein wirklicher Engpass im Vergleich zu den Vorjahren entstanden ist", so Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Vorbereitet auf den doppelten Abiturjahrgang

Seit langem haben sich das Land und die Hochschulen auf den doppelten Abiturjahrgang eingestellt und ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt. Dass sie solide vorbereitet sind, ging bereits aus dem zweiten Monitoringbericht hervor, den Wissenschaftsministerin Svenja Schulze bereits Mitte Juli in Düsseldorf vorgestellt hat. Der auf Angaben der Hochschulen basierende Bericht spiegelt den Stand der Vorbereitungen an den Hochschulen in den Bereichen Personal, Raumressourcen, studentische Infrastruktur in dem Zeitraum von Mai 2012 bis Mai 2013 wider.

Die Ergebnisse des Monitoringberichts:

  • Mehr als 4.000 Personen sind im Berichtszeitraum an den Hochschulen zusätzlich in Lehre, Studienberatung und Studierendenservice beschäftigt.
  • Rund 125.000 Quadratmeter Fläche für die Lehre wurden zusätzlich seit Mai 2012 angemietet oder es wurde ein Neubau begonnen. In Einzelfällen bestehen gerade im Bereich der Werkstätten und Labore noch Engpässe. Weitere Flächen werden jedoch überwiegend bereits im kommenden Wintersemester zur Verfügung stehen.
  • Während im Vorjahresbericht die Versorgung durch Mensen und die Zahl der Wohnmöglichkeiten für Studierende noch kritisch eingeschätzt wurden, ist aktuell eine deutliche Verbesserung erkennbar. Insgesamt stehen derzeit in NRW rund 50.000 mit staatlichen Mitteln finanzierte Wohnheimplätze zur Verfügung. Weitere 2.000 Wohnheimplätze sollen bis Ende 2014 entstehen. Vermieter werden die Studierendenwerke des Landes sein.
  • Trotz vielfältiger Initiativen und des von der Landesregierung eigens aufgelegten Wohnungsbauförderungsprogramms wird gerade in den traditionell stark nachgefragten Universitätsstädten die Wohnraumsuche nicht immer reibungslos funktionieren. Erstsemester sollten sich so schnell wie möglich nach Erhalt der Studienplatzzusage auf ihren Studienort einstimmen.

Doppelten Abiturjahrgang weiter im Blick

Doch das Thema doppelter Abiturjahrgang beschäftigt NRW nicht nur 2014. Gerade die von den Bundesfreiwilligendiensten beschriebene starke Nachfrage lässt vermuten, dass ein Teil der Abiturientinnen und Abiturienten aus dem Jahr 2013 erst zukünftig studieren wird. Darauf sind das Land und die Hochschulen vorbereitet. Das Wissenschaftsministerium wird das Monitoring weiterhin fortsetzen, und Wissenschaftsministerin Svenja Schulze ihre Hochschulbesuche fortführen.