Erfolgreiches Projekt aus dem Revier wird auf ganz NRW ausgeweitet

Das Talentscouting-Programm der Landesregierung und der Westfälischen Hochschule wird auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. In der ersten Wettbewerbsrunde hatten sich neben der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen, die das Förderkonzept entwickelt hat, bereits sechs weitere Hochschulen für das Projekt qualifiziert:

  • Ruhr-Universität Bochum
  • Hochschule Bochum
  • Technische Universität Dortmund
  • Fachhochschule Dortmund
  • Universität Duisburg-Essen
  • Hochschule Ruhr West

In der zweiten Runde des Talentscouting-Förderwettbewerbs für den Zeitraum 2017 bis 2020 kommen sieben weitere in ganz NRW hinzu:

  • RWTH Aachen
  • FH Aachen
  • Universität Köln
  • TH Köln
  • FH OWL (für den Hochschulverbund OWL mit den Universitäten Bielefeld und Paderborn sowie den Fachhochschulen Bielefeld und OWL)
  • Universität Düsseldorf
  • Universität Wuppertal

NRW-Zentrum für Talentförderung unterstützt Hochschulen

Nach dem Vorbild des inzwischen bundesweit bekannten Talentscouts Suat Yilmaz sind inzwischen 30 Talentscouts an den Schulen im Ruhrgebiet unterwegs. Sie unterstützen talentierte Jugendliche aus Nichtakademikerfamilien auf dem Weg zu einem erfolgreichen Studium. 75 Gesamtschulen, Berufskollegs und Gymnasien sind mittlerweile Partner im Talentscouting.

Zentrale Servicestelle für die beteiligten Hochschulen wie auch Anlaufstelle für die Schulen ist das nordrhein-westfälische Zentrum für Talentförderung. Das Zentrum koordiniert die Arbeit der Talentscouts und hat ein einjähriges Qualifizierungsprogramm für neue Talentscouts entwickelt.

In Deutschland entscheiden oftmals nicht die Talente und Fähigkeiten über den Bildungsweg, sondern die familiären Hintergründe: Während 77 Prozent aller Akademikerkinder studieren, beträgt dieser Anteil bei Kindern aus Nichtakademikerfamilien nur 23 Prozent. Dies geht aus der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (DSW) hervor. Wer in weniger privilegierten Verhältnissen aufwächst, hat oft wenig Vertrauen in die eigenen Stärken und glaubt trotz guter Noten nicht an vorhandene Chancen.